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(Auszug)

Wirtschaftspolitik

Soziale Gerechtigkeit schaffen - Vollbeschäftigung durchsetzen

D ie BRD befindet sich seit Jahrzehnten in einer tiefen Krise. Obwohl die Reallöhne seit über zehn Jahren nicht nennenswert gestiegen sind und der Lohnzuwachs deutlich hinter dem Produktivitätszuwachs zurücklag, gibt es in der BRD nach offiziellen Angaben derzeit ungefähr 4 bis 5 Millionen Arbeitslose.

Die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen unter Einbeziehung aller derjenigen Personen, die mit Tricks aus der Statistik entfernt wurden, wie Arbeitslose, die sich in Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen befinden, die zwar arbeitslos sind, sich aber wegen der Hoffnungslosigkeit der Lage nicht arbeitslos gemeldet haben und die sich im Vorruhestand befinden, dürfte über 8 Millionen liegen. Nicht einmal jeder Bezieher von Arbeitslosen- oder Sozialhilfe ist arbeitslos gemeldet. Besserung ist nicht in Sicht. Auch die kurzen Zyklen wirtschaftlicher Belebung haben keinen nachhaltigen Abbau der Arbeitslosigkeit mit sich gebracht.

Ein besonderes Alarmzeichen ist die zunehmende Langzeitarbeitslosigkeit. In Mitteldeutschland, dem die Vertreter der Kartellparteien einst die „blühenden Landschaften” des Kapitalismus verhießen, wächst die Arbeitslosigkeit besonders stark.

Hinter den anonymen Statistiken verbergen sich Einzelschicksale, Menschen, die einem wichtigen Element ihrer Sinnstiftung beraubt werden, Familienväter, die ihre Familie nicht durch eigene Arbeit versorgen können, sondern auf staatliche Hilfe angewiesen sind, um die nötigsten Dinge des täglichen Lebens beschaffen zu können, unzählige Deutsche mit Fähigkeiten, die sie nicht einsetzen können und die deshalb verkümmern müssen. Neben der materiellen Not ruft die Arbeitslosigkeit auch große psychische Not hervor. Dies alles kümmert die etablierten Politiker längst nicht mehr.

Die Hauptursache der sozialen Mißstände ist die Politik der Globalisierung, die von allen im Bundestag vertretenen Parteien, von der CSU bis zur PDS, betrieben wird. Die Globalisierer zerstören die Mechanismen, die ein Staat benötigt, um eine eigenständige Wirtschaftspolitik zum Wohle des Volkes zu betreiben.

Globalisierung bedeutet Arbeitslosigkeit, Lohndumping, Sozialabbau, Naturzerstörung und Krankheit

Die Aufhebung der nationalen Zölle sorgt dafür, daß Produkte, die im Ausland zu Hungerlöhnen produziert werden, problemlos auf dem deutschen Markt angeboten werden können.

Dort treten sie in Konkurrenz zu den in der BRD produzierten Waren. Bei ansonsten gleichen Produktionsbedingungen sind diese teurer als die ausländischen Waren, da die Löhne in der BRD höher sind. Dieser Effekt wird noch verstärkt durch die Lohnnebenkosten - den Arbeitgeberanteil an Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, Rentenversicherung und Pflegeversicherung. In Staaten ohne dieses soziale Netz oder mit nur rudimentärem sozialen Netz können Waren somit weitaus billiger hergestellt werden als in der BRD.

Auf den BRD-Unternehmen lastet infolge dieser Globalisierungspolitik ein Kostendruck, der eine der Hauptursachen für die Einschnitte ins soziale Netz und das gegenwärtige Lohnniveau ist. Trotz des Lohndumpings und des Sozialabbaus wurden in den letzten Jahren Millionen deutscher Arbeitsplätze ins Ausland exportiert, da dort billiger produziert werden kann. Die Waren können infolge fehlender nationaler Zölle ohne Schwierigkeiten in der BRD verkauft werden.

Dieser „Arbeitsplatzexport” spielt sich noch überwiegend im Bereich minderqualifizierter Tätigkeiten ab, was sich auch am überwiegend geringen Ausbildungsstand der Arbeitslosen ablesen läßt.

Derselbe Mechanismus greift beim Naturschutz. Wenn im Ausland die Natur hemmungslos zerstört werden kann, Abwässer und Luft nicht gefiltert werden müssen, kann dort entsprechend billiger produziert werden als in der BRD.

Auch die Sicherheit am Arbeitsplatz leidet unter der Globalisierung - Arbeitsschutzmaßnahmen kosten schließlich Geld.

Werden nun schließlich noch ungehemmt ausländische Arbeitskräfte eingeführt, verschärft dies die Lage, weil der nationale Arbeitsmarkt dadurch vollkommen zerstört wird. Die verheerenden Auswirkungen dieser direkten Konkurrenz lassen sich in vielen Wirtschaftszweigen beobachten. Besonders dramatisch ist die Lage im Baugewerbe. Auf deutschen Baustellen sind zahllose Billigarbeiter aus dem ehemaligen Ostblock und Scheinselbständige aus dem EU-Ausland anzutreffen, während deutsche Bauarbeiter immer seltener werden.

Am Ende dieses Prozesses wird eine Welt stehen, in der der Arbeiter zum bloßen Produktionsfaktor degradiert wurde, der gerade so viel verdient, daß er auch morgen noch produzieren kann, der keine soziale Absicherung erfährt und an hochriskanten Arbeitsplätzen in einer verseuchten Natur arbeitet.

Herstellung der staatlichen Handlungsfähigkeit

Die NPD lehnt den Freihandelsextremismus der EU und GATT ab. Sie will die staatliche Handlungsfähigkeit als Grundlage der Gerechtigkeit in der Wirtschaft durch ein sozial gerechtes System von Abgaben für wirtschaftliche Chancengleichheit erreichen:
  • Anti-Lohndumping-Abgabe:
  • Produkte, die im Ausland zu Löhnen produziert werden, die die heimische Bevölkerung unter die Armutsgrenze drücken, werden mit einer Anti-Lohndumping-Abgabe belegt. So wird erreicht, daß der deutsche Arbeiter nicht mit Billigarbeitern der dritten Welt konkurrieren muß.

  • Naturschutzabgabe:
  • Produkte, bei deren Herstellung im Ausland Luft, Wasser und Boden verseucht werden, werden mit einer Naturschutzabgabe belegt, um deutschen Unternehmen, die unter wesentlich strengeren Naturschutzvorschriften produzieren, den Wettbewerb mit ausländischen Firmen zu ermöglichen.

  • Arbeitsplatzsicherheitsabgabe:
  • Produkte, die an Arbeitsplätzen im Ausland geschaffen werden, die für die dortigen Arbeiter mit hohen Gesundheitsrisiken verbunden sind, werden mit einer Arbeitsplatzsicherheitsabgabe belegt, um deutschen Unternehmen, die menschenwürdige Arbeitsplätze bieten, den Wettbewerb mit ausländischen Konzernen zu ermöglichen.

  • Soziale Sicherungsabgabe:
  • Produkte, die in Ländern hergestellt werden, die keine Sozialabgaben im Sinne von Arbeitslosen-, Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung kennen, werden mit einer entsprechenden Ausgleichsabgabe belegt. Nur so ist es möglich, das soziale Netz in Deutschland dauerhaft zu erhalten.

  • Rückführungsabgabe:
  • Deutsche Unternehmen, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen und damit den heimischen Arbeitsmarkt zerstören, werden mit einer Abgabe zur Rückführung der ausländischen Arbeitskräfte belegt.
Die Einnahmen aus diesen Steuern werden unmittelbar der Exportindustrie zugute kommen, um auch auf fremden Märkten die Wettbewerbsgerechtigkeit herzustellen.

Die Politik für ein sozial gerechtes System von Abgaben für wirtschaftliche Chancengleichheit muß von einer aktiven Außenpolitik begleitet werden, die durch aktive Partnerschaft mit anderen Staaten den Einfluß der globalistischen Kapitalisten zurückdrängt.
(aus dem NPD Aktionsprogramm)

Aktionsprogramm komplett herunterladen:
Aktionsprogramm.pdf (ca. 1800 KB)

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