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Deutsche, wollt ihr ewig zahlen?
Finanzielle Erpressung durch moralische Nötigung
Dietrich Schuler
(aus „Volk in Bewegung” 2/2005)
D
ie Bundesrepublik begibt sich
durch uferlose Selbstanklagen
in den Zustand ewiger Erpreßbarkeit.
Damit ist der tiefste Grund
beschrieben, weshalb die Ausbeutung
Deutschlands von außen her keinerlei
Widerstand erfährt, sondern im In-
und Ausland wie eine Routineangelegenheit
abgehakt wird. Darin liegt
aber auch die Hauptursache für die
sich rasch zuspitzende Wirtschafts-
und Sozialkrise, und an dieser
Ursache reden Politiker und Medien
hartnäckig vorbei, so daß das Volk
ständig in die Irre geführt wird.
Wenn nämlich ein Bundeskanzler anläßlich
der alliierten Invasionsfeiern im
Jahre 2004 sagen konnte, der anschließende
Sieg der Gegner Deutschlands sei
ein Sieg für Deutschland gewesen, dann
fragt man sich ernstlich, welchen Wert
Worte und Begriffe eigentlich noch
haben und ob Vernunft nur ein leerer
Wahn ist. Denn immerhin hatte es sich
von 1914 bis 1945 um einen einzigen
neuen 30-jährigen Krieg gehandelt, in
dem viele Millionen Feldgraue ihr Leben
für das Vaterland gaben, von den
andern Verlusten ganz zu schweigen.
Aber solche Aussagen höchster Vertreter
Neudeutschlands wurden möglich
durch eine völlig einseitige, verlogene
„Vergangenheitsbewältigung” und eine
60-jährige Gehirnwäsche. Denn es gibt
schon lange keine ernste Geschichtsforschung
mehr, wie sie noch in der ersten
Hälfte des 20. Jahrhunderts selbstverständlich
war, sondern objektive Ursachenforschung
wurde durch politische
Theologie ersetzt, deren Dogmen
einfach geglaubt werden müssen. Dies
mußte sogar ein liberaler Historiker wie
Ernst Nolte erfahren, der praktisch zur
Unperson wurde, nachdem er gewagt
hatte, das Jahr 1933 in einen gewissen geschichtlichen Zusammenhang
mit der roten
Moskauer „Weltrevolution”
von 1917 zu rücken.
Vom Volk der Dichter und Denker zum Volk der Büßer und Speichellecker
Und aufgrund dieser Sachlage
helfen auch alle horrenden
Tributzahlungen an alle Welt
nichts, wir bleiben das „Tätervolk”,
zumal sich die Neudeutschen in ihrer
ewigen Büßerrolle noch zu gefallen
scheinen. Es ist schlechterdings unmöglich,
eine Gesamtbilanz zu ziehen über
die Leistungen, die Deutschland durch
„freiwilligen Zwang” seit 60 Jahren zu
erbringen hatte, und vor allem redet
niemand darüber. Denn das würde bereits
als rebellisches Aufmucken gewertet
werden. Mit Sicherheit handelt es
sich um viele Billionen Euro. Allein die
unmittelbar nach dem Krieg geraubten
deutschen Patente entsprachen einem
heutigen Wert von etwa 100 Milliarden
Euro.
Daß die EU-Verträge im Wesentlichen
zu Lasten Deutschlands gehen,
kann nur ein ahnungsloser Narr bezweifeln,
zumal sich die Bundesregierung
beharrlich weigert, nationale Interessen
zu vertreten, weil sie dies für unmoralisch
hält. Eine nationale Interessenvertretung
wäre auch innerhalb der EU
durchaus möglich, und für alle übrigen
Partnerstaaten ist eine solche selbstverständlich.
Aber nach der heutigen Vertragslage
kommt die EU praktisch einer
Dauersubventionierung einiger süd-
und osteuropäischer Staaten durch den
deutschen Steuerzahler gleich.
Nicht umsonst schrieb der Pariser „Figaro” im
Jahre 1992: „Maastricht, das ist Versailles
ohne Krieg”. Bei den durch Brüssel
veröffentlichten Zahlen über die EU-Beiträge der Mitgliedstaaten sieht das
natürlich nicht so kraß aus. Da waren
z.B. für das Jahr 2002 folgende Mitgliederbeiträge
nach Prozentzahlen aufgelistet:
Deutschland 23 %, Frankreich 17,4
%, Italien 14,3 %, GB 13,8 %, Spanien 8,2 %.
Dazu die kleineren Staaten bis hinunter zu Luxemburg mit 0,2 Prozent.
Dies erscheint gemessen
an den Einwohnerzahlen
ganz passabel.
Doch sind das nur die
Bruttobeiträge, die wenig
besagen und wohl mehr der Täuschung
der Öffentlichkeit dienen. Entscheidend
ist, wer am Schluß Nettozahler und wer
Nettoempfänger bleibt. So steuert z.B.
Spanien mehr als ein Drittel des deutschen
Bruttobeitrags bei: Aber es erhielt
von der EU als größter Nettoempfänger
im Jahre 2002 8,871 Mrd. Euro
blank auf den Tisch und Griechenland
kassierte auch 3,388 Milliarden. Die
Bruttozahlen sind also total irreführend.
Die EU-Kommission gibt weiter
für Großbritannien einen Nettoverlust
von 2,184 Mrd. Euro, für Deutschland
einen solchen von 5,068 Milliarden im
Jahr 2002 an. In einer kleinen Fußnote
erfahren wir aber, daß London seit 1984
einen Beitragsrabatt erhält - Margret
Thatcher verstand damals, britische Interessen
zu vertreten! Dieser Rabatt betrug
für 2002 4,934 Mrd. Euro. Somit
war Großbritannien in selbigem Jahr
gar kein Nettozahler, sondern kassierte
unter dem Strich fast 3 Milliarden Euro
von Brüssel.
Die Deutschen - Zahlknechte Europas und der Welt
Die UNO hat ca. 200 Mitglieder, aber
Deutschland zahlt fast ein Zehntel des
UN-Haushalts nach New York. Noch etwas mehr muß Japan entrichten, während
die USA nominell 25 % aufbringen.
Dieser Betrag wird jedoch fast nie
wirklich bezahlt, da die Amerikaner
ihre Weigerung mit den Kosten ihrer
„friedensstiftenden Maßnahmen” rings
um den Globus begründen. Man kann
also sagen, daß die Kosten für den gigantischen
UNO-Apparat mit seinen
Dutzenden von Unterorganisationen
zur Hauptsache von Deutschland und
Japan, den Verlierern des Zweiten Weltkriegs,
getragen werden. Ähnlich sieht
es bei den Zahlungen für die Weltbank
und den IWF, den Internationalen
Währungsfond, aus. Diese beiden
unterworfenen Länder, gegen die die
UNO 1945 gegründet wurde, werden
stets in besonderem Maße zur Kasse
gebeten.
Mit Weltbank und IWF aber
steuern die USA ihre Politik der Globalisierung,
die zur Zerstörung der Volkswirtschaften
weltweit führt. Bereits
jetzt kann von einer deutschen Wirtschaft,
einer deutschen Industrie, kaum
mehr die Rede sein. Um ihren enormen
Zahlungsverpflichtungen nachkommen
zu können, denen sie sich widerstandslos
beugen, haben die Bonner/Berliner
Regierungen bereits einen Großteil des
deutschen Volks- und Staatsvermögens
veräußert. So wurde sogar die Bundesdruckerei
an ausländische „Investoren”
verscherbelt.
Daß auch die Abschaffung der DM
zu Lasten der deutschen Wirtschaft
gehen würde, war Eingeweihten schon
immer klar. Aber weder über diese
Maßnahme noch auch über die Inhalte
des Maastrichtvertrags wurde das deutsche
Volk, vor dem man anscheinend
Angst hat, befragt. Dieses Volk wird
also in Unmündigkeit gehalten. Kaum
jemand weiß, daß Bonn/Berlin nach der
kleinen Wiedervereinigung von 1990
sogar gewisse Verpflichtungen aus dem
Versailler Vertrag von 1919 (!) übernommen
hat.
Ausplünderung des deutschen Volkes unter dem Namen „Entwicklungshilfe”
Seit Jahrzehnten leistet die Bundesrepublik
sogenannte Entwicklungshilfe,
die am wenigsten in Frage gestellt wird,
obwohl kein Mensch sagen kann, was
diese eigentlich soll. Das ist allerdings
eine Sache, die nicht nur Deutschland,
sondern alle weißen Staaten und Japan
betrifft. Sicher ist, daß es sich dabei um
ein Faß ohne Boden handelt und daß die
führenden Cliquen in den etwa 150 subventionierten
Staaten sich erst einmal
mit den zugestandenen Mitteln selbst
die Taschen füllen. Dies schon deshalb,
weil die frischgebackenen Staaten oftmals viele hundert verschiedene Völker,
Stämme, Sprachen und religiöse Riten umfassen, so daß dort ein Gefühl der
Gesamtverantwortung gar nicht aufkommen
kann. Es sind von der UNO
geschaffene Kunstgebilde nach den Verwaltungsgrenzen
der ehemaligen Kolonialmächte.
Seit deren Abzug herrscht
insbesondere in Afrika südlich der Sahara
ein rotierendes Chaos aus ständigen
Bürgerkriegen, Stammeskämpfen,
Hungersnöten, Aids und Seuchen aller
Art, verbunden mit größter Mißwirtschaft,
so daß die UNO in zahlreichen
Fällen die alten Kolonialmächte hat
anrufen müssen, um etwas Ordnung in
dieses Chaos zu bringen. Warum ließ
man sie dann nicht gleich an Ort und Stelle? Es herrscht bei uns vielfach die
irrige Auffassung, es handle sich bei
den Bewohnern der Dritten und Vierten
Welt um Völker im europäischen oder
ostasiatischen Sinne. Es gibt jedoch im
subsaharischen Afrika und auch in Lateinamerika
oder Ozeanien nirgends
solche Völker. Was dort an wirtschaftlicher
und verwaltungstechnischer Infrastruktur
besteht, geht fast ausschließlich
auf die Ex-Kolonialmächte zurück. Die
von fast allen Parteien, Verbänden und
insbesondere den Kirchen propagierte
Parole, Europa hätte eine „moralische
Verpflichtung” zur ständigen Unterstützung
der etwa 3,5 Mrd. Farbigen
der Welt, ist sachlich und historisch total
falsch. Da haben wir sie also wieder,
die politische Theologie!
Die Kinder, die Europa fehlen, werden auf unsere Kosten in Afrika gefüttert
Sicher ist nur, daß die ständige Unterstützung
durch Entwicklungsgelder, UNO Verbände
und die Milliardenspenden
humanitärer Hilfsorganisationen die rasante
Vermehrung in den farbigen Erdteilen
erst ermöglicht hat. Die Bevölkerungsexplosion
wurde von der UNO
und ihren irregeleiteten Geberländern
gemacht! Da aber jene Länder trotz aller
Unterstützung oft immer ärmer werden,
hören wir bereits besonders fromme
Stimmen dahingehend, die Weißen
hätten nun die Verpflichtung, den armen
Bevölkerungsüberschuß der Vierten
Welt bei sich aufzunehmen. Also
umgekehrte Kolonialisierung. Wurden
zu diesem Zweck unzählige Kinder in
den „reichen Ländern” Europas, Nord-
Amerikas und Australiens abgetrieben
und weggepillt? Ist diese ganze Fehlentwicklung
wirklich nur reiner Zufall?
Bei Betrachtung der Unsummen an
Geld- und Hilfsmitteln, die von Mitteleuropa
aus in fast die gesamte Welt
gehen, sprechen volkstreue Organe oft
davon, wir Deutschen seien „die Zahlmeister
Europas” oder „Weltzahlmeister”.
Solche Bezeichnungen habe ich
immer als irreführend abgelehnt. Denn
sie stellen eine Beleidigung des ehrbaren
Dienstrangs des Zahlmeisters in der
alten Armee dar. Der Zahlmeister war
für die pünktliche Soldauszahlung für
die Soldaten verantwortlich. Mit der
hier behandelten Sachlage hatte jene
Tätigkeit nicht das Geringste zu tun.
Deutschland mag heute ein zahlender
Knecht oder ein schuftender Kuli sein,
ein Zahlmeister ist es gewiß nicht.
Und schließlich kann man nicht von
der Ausbeutung des deutschen Volkes
nach 1945 reden, ohne den Verlust
von einem Drittel seines geschlossenen
Volksbodens nach zwei Weltkriegen
zu erwähnen. Was da mit Pommern,
Schlesien, Ost-Brandenburg, Ost-Preußen
und den Sudetenländern uns an
materiellen, kulturellen, geistigen und
seelischen Werten entrissen wurde, läßt
sich mit fiskalischen Ziffern gar nicht
ausdrücken. Der heutige Staat Polen mit
etwa 312.000 km² liegt zur vollen Hälfte
auf ehemaligem Reichsboden, wenn
man die Grenze von 1918 zugrundelegt.
Schon durch Versailles eignete sich
Polen mit Posen, West-Preußen und
Ost-Oberschlesien 50.000 km² reichsdeutschen
Gebietes an, und auch Danzig
wurde deutscher Hoheit entzogen.
Dies alles kann man nicht mit „Hitler”
rechtfertigen, der damals politisch noch
gar nicht existierte, ebensowenig wie
die Tatsache, daß 1919 3,5 Mio. Sudetendeutsche,
die vorher zu Österreich
gehörten, tschechischer Herrschaft unterstellt
wurden. Polen und Tschechen
handelten nach beiden Weltkriegen wie
Leichenfledderer, indem sie sich an dem
zweimal durch riesige Weltkoalitionen
niedergetrampelten Deutschland bereicherten und die angestammte Bevölkerung
vertrieben.
Aber man beachte die öffentliche Diskussion über solche
Ungeheuerlichkeit! Alle maßgebenden
Massenmedien tun so, als müßten wir
den Vertreiberstaaten für den Raub unserer
Ostprovinzen noch dankbar sein,
sie erhalten sogar Geschenke, und angeblich
deutsche Politiker machen in
Warschau hündische Kniefälle. Wie
krank, nein, wie krankgemacht muß ein
Volk sein, das sich all dies ohne erkennbaren
Widerstand gefallen läßt! Warum
wird ständig mit zweierlei Maß gemessen?
Frankreich hat 1870 an Preußen
bzw. Deutschland den Krieg erklärt und
diesen verloren. Damit war die Rücknahme
Elsaß-Lothringens mit seiner zu
80 % deutschsprachigen Bevölkerung
eigentlich selbstverständlich. Was aber
geschah? Frankreich befand sich nach
1871 viele Jahrzehnte in einem wahren
Revanchefieber. Von hier aus führte ein
direkter Weg zum Ersten Weltkrieg.
Und dies muß endlich einmal deutlich
ausgesprochen werden: Es ist ein
weltgeschichtlicher Skandal ohnegleichen,
vorzuspiegeln, als läge alle Schuld
bei Hitler und den Deutschen, so zu tun,
als hätten Stalin, die bolschewistischen
Weltrevolutionäre, Churchill, Roosevelt,
die internationale Hochfinanz, die
polnischen, französischen und tschechischen
Chauvinisten alle nichts getan,
sondern wären gleichsam friedliebende
Heilspersonen gewesen!
Quelle:
(„Volk in Bewegung” 2/2005)
www.volk-in-bewegung.de
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