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1. September 2008 - Region
Wo andere schweigen, melden wir uns zu Wort

Nationale Spontandemonstration gegen Kinderschänder in Konstanz

G roß war die Aufregung Anfang der vergangenen Woche in Konstanz gewesen. Dort war ein Pädophiler wegen sexuellen Missbrauchs von 14 Kindern zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Von allen Seiten war Empörung und Verständnislosigkeit über dieses lächerlich milde Urteil zu hören. Doch wie fast immer in solchen Fällen man es murrend hin, schwieg und ging zur Tagesordnung über. Bis zum nächsten kurzen Aufschrei des Gewissens, wenn irgendwo in Deutschland wieder ein Kind Opfer eines perversen Triebtäters wird.
Empört über das Urteil des Konstanzer Landgerichts und über die offensichtliche Unfähigkeit einschlägiger ortsansässiger Gruppierungen, wie beispielsweise des Kinderschutzbundes „Weißer Ring”, öffentlich gegen dieses Urteil zu protestieren, entschlossen sich am Samstag Nachmittag etwa 35 nationale Aktivisten dazu, spontan durch die Innenstadt von Konstanz zu demonstrieren. Denn: Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht, und wo alle anderen schweigen, muss irgendjemand für die Schwächsten unserer Gesellschaft, unsere Kinder, seine Stimme erheben.

Und so zog man am vergangenen Samstag bei bestem Spätsommerwetter durch die belebten Straßen und Gassen von Konstanz, um der Bevölkerung zu zeigen, dass es auch eine Alternative gibt zum Wegsehen und Verdrängen. Die Intention des Spontanmarsches war dabei unüberhörbar: „Keine Gnade für Kinderschänder!” hallte es immer und immer wieder durch die Konstanzer Fußgängerzone. Auf der Marktstätte und vor dem Lago-Einkaufszentrum wurden kurze Kundgebungen abgehalten, bei denen ein Aktivist das Wort ergriff und den nicht hinnehmbaren Zustand anprangerte, dass in diesem Land Menschen wegen einer Meinungsäußerung eher Gefängnisstrafen zu fürchten haben, als geständige Kinderschänder.
Der Zuspruch der Bürger zu unseren Forderungen war deutlich zu spüren. Überall wo der Demonstrationszug sich seinen Weg bahnte, waren Beifallsbekundungen zu hören. Nur vereinzelt vernahm man die blökenden „Nazis raus!”-Rufe einiger Unverbesserlicher. Gerade so, als ob es irgendeine Rolle spielt, von welcher politischen Seite der Zorn über die Behandlung von Pädophilen mit juristischen Samthandschuhen öffentlich gemacht wird.

Dass das Thema der Demo eines war, das gesamtgesellschaftliches Interesse besaß, war offensichtlich auch der Polizei klar, die nach einiger Zeit auf den Plan gerufen wurde und 13 der nationalen Aktivisten nach der Auflösung des Demozuges festnahm. In ihrem Bericht lügen die uniformierten Staatsdiener so dreist, dass es fast nicht zu glauben ist und man sich eher in einer totalitären Bananenrepublik wähnt, als in einem vermeintlich demokratischen Rechtsstaat: Um bereits im Voraus jegliche Sympathie für das Anliegen der Nationalisten beim Zeitung lesenden Bürger zu ersticken, wird der Grund für die Demonstration im Polizeibericht erst gar nicht erwähnt. Stattdessen verbreitet die Pressemitteilung der Polizei die infame Lüge, es wäre die Parole „Ausländer raus” skandiert worden. Die Bürgerinnen und Bürger jedoch, die an diesem Samstagnachmittag in der Stadt unterwegs waren, wissen ganz genau, was gerufen wurde und aus welchem Grund die Nationalisten auf die Straße gingen. Und so mancher unter ihnen wäre sicherlich gerne mitmarschiert. Die aufmunternden und zustimmenden Worte zahlreicher Passanten sind Beleg dafür.

Auch in Zukunft werden sich nationale Aktivisten in der Region das Recht herausnehmen, offensiv auf Mißstände hinzuweisen und diese öffentlich anzuprangern. Und weder die Lügner der Polizeipressestelle, noch die Hetzer in den Redaktionsstuben des „Südkurier” werden daran etwas ändern können.

Wir sind die Stimme der schweigenden Mehrheit!

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