NPD und JN klären in mehreren Städten über die Finanzkrise auf
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ie Nation ist in Aufruhr: Der Pleitegeier kreist über der Republik. Die globale Finanzkrise hat längst auch Deutschland erfasst und in erschreckender Weise aufgezeigt, welch verhängnisvolle Folgen der ungezügelte Globalkapitalismus auf einzelne Volkswirtschaften haben kann. In Windeseile beschlossene „Rettungsmaßnahmen” der Regierung stürzen uns Bürger nur noch tiefer in die Schuldenfalle und können nicht darüber hinweg täuschen, dass das widernatürliche System der weltweiten Ausbeutung aller Ressourcen im Dienste des Kapitals auf tönernen Füßen steht.
Der Haifisch-Kapitalismus der Gegenwart stößt an seine Grenzen und wird früher oder später daran zerbrechen - auch wenn uns beruhigende Kommentare aus Wirtschaft, Politik und Medien das Gegenteil weismachen wollen. Es ist höchste Zeit, die Bürger auf der Straße schonungslos über die Situation aufzuklären und ihnen zugleich mögliche Auswege aus der Misere aufzuzeigen.
Bei schönstem Novemberwetter machten sich daher Aktivisten der NPD Bodensee-Konstanz und des JN-Stützpunktes Bodensee daran, den Menschen vor Ort diese Alternativen näher zu bringen. Um einen möglichst großen Personenkreis zu erreichen hatte man beschlossen, parallel in mehreren Städten gleichzeitig Präsenz zu zeigen. Während die NPD in Überlingen mit einem Infostand auf die Straße ging (siehe gesonderter Bericht), nahmen die Aktivisten der JN auf kreative Art und Weise die Städte Friedrichshafen und Ravensburg ins Visier. Dabei kamen einmal mehr die Eselsmasken zum Einsatz, die bereits im Rahmen der Kampagne „Sozial geht nur National” im Frühjahr für staunende Blicke gesorgt hatten.
Tags zuvor hatte man Trageschilder mit antikapitalistischen Parolen angefertigt, die nun von drei als Esel verkleideten Aktivisten spazieren getragen wurden. Denn nur ein Esel glaubt tatsächlich noch an eine Zukunft des liberalkapitalistischen Finanzsystems!
Wie bereits im Frühjahr verfehlte die Aktion auch dieses Mal ihre Wirkung nicht. Zielstrebig bahnten sich die „Esel” ihren Weg durch die gut gefüllten Innenstädte und zogen die ganze Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Um den Parolen auf den Schildern Nachdruck zu verleihen, wurden die Esel von einem Verteilertrupp begleitet, der die staunenden Bürger mit reichlich Informationsmaterial zum Thema versorgte.
Die Resonanz bei den Bürgern auf den seltsamen Anblick von „Eseln” in der Innenstadt war sehr interessant. Während man bei sehr vielen Menschen förmlich offene Türen einrannte und auch von Mitgliedern der „Linkspartei” lobende Worte zu hören bekam, gab es wie gewohnt auch vereinzelt abfällige und beleidigende Kommentare einiger geistiger Irrlichter zu hören.
Ein besonders bemitleidenswerter Ravensburger Zeitgenosse stieß beim Anblick der JN-Aktivisten reflexartig zusammenhanglose Beschimpfungen aus, sprang wie ein wild gewordener Kobold umher und stellte unsere Aktion wild gestikulierend in einen nicht nachzuvollziehenden Zusammenhang zur so genannten „Reichskristallnacht” vor 70 (!) Jahren. Diesem umnachteten Ewiggestrigen sei an dieser Stelle aufrichtiger Dank ausgesprochen, zog er doch mit seinem bühnenreifen Auftritt die Aufmerksamkeit der umstehenden Passanten erst recht auf uns. Nun kamen sogar mehrere Bürger gezielt auf die Verteiler zu und baten um Informationsmaterial. Eine Bitte, der die Aktivisten selbstverständlich gerne nachkamen. Als man am Nachmittag schließlich wieder am Treffpunkt ankam, war fast das gesamte Infomaterial aufgebraucht.
Die Mitglieder der örtlichen JN- und NPD-Gliederungen jedenfalls können mit der Bilanz ihrer Aktionen sehr zufrieden sein. Nun gilt es, auch in Zukunft regelmäßig auf die Straße zu gehen, so lange, bis unsere Ideen aus den Köpfen der Menschen nicht mehr wegzudenken sind!