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18. November 2008 - JN
„Volkstrauertag” und Heldengedenken
JN Bodensee bei offiziellem Gedenken von VdK und Stadt Friedrichshafen
D
a staunten die Friedrichshafener Stadtvertreter nicht schlecht: Unter den gut 200 Teilnehmern der offiziellen Gedenkveranstaltung anlässlich des Volkstrauertages am Gefallenendenkmal in den Uferanlagen hatten sich auch 15 nationale Aktivisten der JN Bodensee eingefunden, um der Zeremonie beizuwohnen und gemeinsam mit den Bürgern der Stadt der Soldaten beider Weltkriege und der Opfer von Krieg und Vertreibung zu gedenken. Dazu hatte man einen in eigener Handarbeit gefertigten Tannenkranz dabei, den man am Ende der Veranstaltung vor dem Kriegerdenkmal ablegen wollte. Die Schärpe des Kranzes trug die Aufschrift: „Großvater, wir danken Dir!”
Unter den durchweg älteren Teilnehmern stachen die 15 jungen Gesichter natürlich sofort heraus und sorgten auch gleich für Gesprächsstoff unter den übrigen Anwesenden. Auch die Veranstalter waren sofort hellhörig geworden - konnte es sich doch bei so jungen Menschen im Grunde nur um „Nazis” handeln, denn „normale” Jugendliche zeigen erfahrungsgemäß wenig Interesse für Traditions- und Gedenkveranstaltungen.
Statt jedoch auf die jungen Aktivisten persönlich zuzugehen, informierten die Veranstalter kurzerhand die Staatsmacht, die auch kurz darauf in Form einer Streifenwagenbesatzung aufkreuzte und von zweien der Nationalisten die Personalien aufnahm, den Kranz abfotografierte und es bei Strafandrohung untersagte, diesen am Ende der Veranstaltung zu den anderen Kränzen zu legen.
Bezeichnenderweise schritten die Beamten ausgerechnet in jenem Moment zur Tat, als die Versammelten zu einem gemeinsamen Gebet für die Toten innehielten. Anstand und Pietät scheinen nicht unbedingt zum Ausbildungsinhalt an den Polizeischulen zu gehören…
Die Veranstalter und die Polizei jedoch hatten sich mit ihrer Maßnahme ein kapitales Eigentor geschossen. Da der Kranz nicht abgelegt werden durfte, postierten sich die Kameraden kurzerhand so, dass dieser von allen Veranstaltungsteilnehmern weithin sichtbar war.
Nach dem offiziellen Ende kamen zahlreiche ältere Besucher der Zeremonie auf die nationalen Aktivisten zu und bekundeten ihre Freude über das Erscheinen von jungen Menschen zu einem solchen Anlass. Auch die Antwort auf ihre Frage, welcher Vereinigung wir denn angehörten, schreckte niemanden ab. Alle äußerten vielmehr ihr Unverständnis über das Verhalten der Polizei und betonten, dass es bei derartigen Traditionsveranstaltungen schließlich nicht auf die politische Gesinnung ankäme, sondern um das gemeinsame Gedenken.
Heldengedenken im Fackelschein
Genau dieses gemeinsame Gedenken stand dann auch im Mittelpunkt einer abendlichen Fackelzeremonie auf dem Ailinger Haldenberg. Im Fackelschein und vor dem Hintergrund einer zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichteten Kapelle gedachten rund 20 nationale Sozialisten von JN und NPD feierlich ihrer gefallenen, vertriebenen und gemordeten Vorfahren. Auch die Soldaten der Bundeswehr, die für fremde Interessen in den entlegensten Winkeln der Welt ihr Leben lassen mussten, wurden in das Gedenken miteinbezogen. Sind doch auch sie nur Opfer einer Politik, die sich einzig und allein dem Interesse des Kapitals verschrieben hat und die zur Durchsetzung dieses Interesses auch vor blutigen Kriegen nicht zurückschreckt.
Die andachtsvolle Veranstaltung wurde mit einer Schweigeminute und einem gemeinsamen Marsch im Schein der Fackeln den Berg hinunter beendet. Zu Störungen durch die Polizei kam es dieses Mal nicht.
Wenn dieser Staat auch alles tut, um die Traditionen unseres Volkes zu kappen: Das Gedenken an unsere Großväter und -mütter werden wir uns niemals rauben lassen!
Quelle: www.fb-bodensee.tk
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