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25. April 2009 - Geschichte
2000 Jahre germanisch-deutscher Freiheitskampf
Hermann der Cherusker - Der Vater aller Helden
I
n diesem Jahr jährt sich zum 2000. Mal ein Ereignis, das über die Jahrhunderte hinweg wie kein anderes zum Urquell deutschen Identitätsbewusstseins geworden ist. Zwei Jahrtausende ist es her, dass im Jahre 9 unserer Zeitrechnung ein Heer von Germanen unter dem Kommando des Cheruskerfürsten Arminius den römischen Legionen des Varus eine vernichtende Niederlage bereitete und damit den Eroberungsbestrebungen der imperialistischen Römer einen entscheidenden Schlag versetzte. Die Vernichtung dreier römischer Elite-Legionen auf dem Schlachtfeld des heutigen Teutoburger Waldes nahm dem glorreichen römischen Heer nicht nur den Mythos der Unbesiegbarkeit. Sie stoppte das weitere Vordringen der Römer ins Germanenland und legte so den Grundstein dafür, dass sich der germanische Sprach- und Kulturraum über die Jahrhunderte hinweg frei und eigenständig entwickeln konnte.
Hermann der Cherusker, wie Arminius noch heute im Volksmund bekannt ist, hatte, an der Spitze seines Volkes stehend, unsere Vorfahren zu ihrem ersten gemeinsamen großen Sieg geführt. Ohne sein Handeln hätte die Geschichte Deutschlands und Europas zweifellos einen völlig anderen Verlauf genommen. Undenkbar wären all die großen Leistungen späterer deutscher Helden gewesen, hätte Arminius nicht vor 2000 Jahren die Stämme seines Volkes zum erfolgreichen Kampf gegen das imperiale Rom geführt. „Als erste große und in Einzelheiten greifbare Heldengestalt”, so schreibt Ernst A. Schomer, „steht Hermann der Cherusker (…) am Anfang der Deutschen Geschichte.”
Der siegreichen Schlacht ging ein ereignisreicher und prägender Lebenslauf des Arminius voraus, der ihn für viele Jahre im Dienste Roms kämpfen ließ. So erlernte er das römische Kriegshandwerk und konnte Strategie und Taktik der römischen Kriegsführung eingehend studieren - Merkmale, die für sein späteres Handeln von entscheidender Bedeutung sein sollten.
Nach zahlreichen siegreichen Kämpfen auf den Schlachtfeldern Roms kehrte er schließlich im Jahre 7 in den Schoß seines Volkes zurück, dem er Jahre zuvor im jugendlichen Alter von etwa 15 Jahren durch ein Abkommen der Führer des Cheruskerstammes mit den Römern entrissen worden war. Durch sein jahrelanges Studium der römischen Gesellschaft und die Eindrücke, die er als Kommandant einer germanisch-römischen Reitergarde auf den Schlachtfeldern gewonnen hatte, ahnte er nur zu gut, welches Schicksal sein Volk ereilen würde, wenn es den Römern gelingen sollte, auch Germanien zu unterwerfen. So warb er bei den Stämmen um Einigkeit und den gemeinsamen Kampf gegen das am Rhein lauernde Imperium, das bereits erste germanische Gebiete unter seine Kontrolle gebracht hatte.
Im Jahre 9 schließlich vernichteten die tapferen Krieger der Germanenstämme, nach römischer Auffassung wilde Barbaren, die drei römischen Legionen des römischen Statthalters Varus, als diese sich zu ihren Winterquartieren begeben wollten. Die seinerzeit stärkste und beste Armee aller Zeiten unterlag dem unbändigen Freiheitswillen und dem Kampfgeist von Arminius und seinen germanischen Bauernkriegern. Rom war geschockt. Zum ersten Mal hatte es eine derart vernichtende Niederlage erleiden müssen.
Der Schock saß so tief, daß Rom über Jahre keinen weiteren Versuch unternahm, Germanien zu unterwerfen. Erst im Jahr 14 begann es unter dem Kommando des Germanicus mit neuen Feldzügen in Germanien. Auch in diesen zahlreichen Schlachten, die die Germanen nun gegen die Römer auszufechten hatten, um ihre erkämpfte Freiheit zu behalten, wurden sie von Arminius angeführt, der in jenen Jahren auf dem Höhepunkt seines Ansehens stand. Germanicus gelang es, zwei Adler der in der Varus-Schlacht vernichteten Legionen zurückzuerobern; darüber hinaus ließ er Thusnelda, die schwangere Frau des Arminius entführen, wodurch der Konflikt mit Rom für diesen eine zusätzliche persönliche Gestalt annahm.
Ohne jedoch einen entscheidenden Sieg davongetragen zu haben, musste Germanicus im Jahr 16 schließlich seine Bemühungen zur Eroberung Germaniens notgedrungen einstellen, da der neue Kaiser Tiberius jegliche weitere Kriegshandlungen in diesem Raum aufgrund der großen Verluste an Menschen und Material untersagte.
Die Germanen jedoch hatten nun endgültig die Freiheit errungen. Die Römer würden sie fortan in Ruhe lassen. Vereint hatten sie der größten Militärmacht getrotzt, die die Welt bis dahin gesehen hatte. Und diesen Erfolg hatten sie vor allem einem zu verdanken: Ihrem Führer Arminius, der sie im Kampf gegen Rom zu gemeinsamer Verteidigung zusammengeschweißt und es durch seine taktische Raffinesse fertig gebracht hatte, den auf dem Papier in allen Belangen überlegenen Legionen des Imperiums zu trotzen.
Nach dem endgültigen Rückzug der römischen Armee aus dem Germanenland wurde Arminius allerorten als Freiheitsbringer gefeiert. Mit Ausnahme des Markomannenkönigs Marbod war Arminius nunmehr der mächtigste Mann in Germanien geworden. „Seine Macht beruhte” - wie der römische Chronist Tacitus fast bewundernd feststellt - „allein auf der Liebe seines Volkes”.
Dennoch nahm die Zahl seiner Neider und Gegner im eigenen Lager zu. Als es im Jahr 17 zur finalen Auseinandersetzung zwischen Arminius und Marbod kam, schlugen sich Teile von Arminius’ ehemaligen Gefolgsleuten auf die Seite seines Widersachers. Die letzte Epoche eines beispielhaften Lebens nahm ihren tragischen Verlauf.
In seinem Buch „Disteln für Hagen” schreibt der Schriftsteller Joachim Fernau: „Das Bild, das vom ‚Helden‘ in der Seele der Deutschen wohnt, beschließt am Ende stets der ‚Dolchstoß’, der Verrat gerade an jener Eigenschaft, die die deutscheste sein soll, an der Treue. Um ein Mythos zu werden, muß eine Gestalt so enden.”
In der Tat ereilte auch den ersten deutschen Helden der Geschichte, den „Liberator Germaniae” Arminius, dieses Schicksal. Und womöglich trug dieses tragische Ende des Cheruskers tatsächlich mit dazu bei, dass sich noch heute unzählige Legenden um ihn ranken.
Ob Rom im Hintergrund die Fäden zog, oder ob es tatsächlich „nur” innergermanische Zwistigkeiten waren, die Arminius schließlich zum Verhängnis wurden, bleibt im Dunkeln der Geschichte verborgen. Soviel ist jedoch sicher, daß er durch Mörderhand und Hinterlist seiner eigenen Verwandten fiel. Und der von Arminius geschmiedete Bund der Germanenstämme fiel mit ihm. Sein großes Ziel, die Einigung des Germanenlandes zu einem gemeinsamen Reich, blieb unerfüllt. „Doch”, so merkt Ernst Schomer an, „eines blieb nach ihm - durch ihn: das freie, unabhängige Germanien.”
Heute, 2000 Jahre später, stehen die Völker Europas erneut vor schicksalhaften Entwicklungen. Heute jedoch geht es nicht mehr allein um Ehre, Freiheit und den Erhalt der eigenen Kultur - 2000 Jahre nach der Hermannsschlacht stehen die europäischen Völker vor einem Kampf um ihre nackte Existenz, um ihr Überleben als ethnisch gewachsene Gemeinschaften.
Wieder wird die Freiheit Europas durch imperialistische Mächte bedroht. Anders jedoch als vor 2000 Jahren wird der Kampf dieser imperialen Mächte nicht mit Waffen geführt, sondern mit sehr viel subtileren, und aus diesem Grund vielfach gefährlicheren Mitteln: Kulturelle Universalisierung und Verödung, Wertezersetzung und die Negierung der eigenen völkischen Identität gehen einher mit schleichender Umvolkung durch ungebremste Masseneinwanderung von Millionen Menschen aus völlig fremden Kulturkreisen.
Multikultureller Wahnsinn, materialistisches Konsumdenken, Globalisierung, wirtschaftliche Versklavung im Zeichen eines widernatürlichen Kapitalismus, Naturzerstörung und die Aufhebung jeglicher gemeinschaftlicher Bande drohen das Erbe des Cheruskerfürsten ein für alle Mal und unwiederbringlich auszulöschen.
Anstelle freier und sich selbst bewusster europäischer Völker soll ein kulturell und ethnisch nicht definierbarer Schmelztiegel gesichtsloser Einheitsmenschen entstehen, die ihrer vollständigen Versklavung durch das Kapital aufgrund fehlender identitärer Bindungen nichts mehr entgegenzusetzen haben.
Doch auch heute, wie bereits 2000 Jahre zuvor, gibt es Menschen, die diese Entwicklungen nicht tatenlos hinnehmen wollen. Menschen, die die verhängnisvollen Entwicklungen erkannt haben und sich nicht sehenden Auges der Knechtschaft und dem Niedergang verschreiben wollen. Sie wählen den Weg des Kampfes - allen Widrigkeiten, allen Opfern und allen Bedrohungen zum Trotze.
Und sie haben ein Vorbild, das ihnen wie ein Leitstern voranleuchtet und ihnen Kraft gibt. Einen Mann, dessen Beispiel ihnen zeigt, dass auch vermeintlich aussichtslose Kämpfe gegen übermächtige Gegner mit Erfolg belohnt werden können, wenn man bereit ist, seine ganze Kraft, ja sich selbst, in den Dienst dieses Kampfes um Freiheit und Identität zu stellen.
Hermann der Cherusker ist heute das leuchtende Beispiel der deutschen Freiheitsbewegung. In unseren Adern fließt auch heute noch sein Blut; in unseren Herzen schlummert sein Geist und in unserem Geiste gedeiht seine Idee - die Idee eines freien Europas unabhängiger und souveräner Völker!
Quelle: www.fb-bodensee.de
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