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30. Januar 2012 - NPD/JN/Freie Kräfte
Sagt nein zu ACTA - Stoppt die Datenkrake

Sagt nein zu ACTA - Stoppt die Datenkrake

I Aktionstag n den letzten Wochen hört man vermehrt von ACTA. Doch tatsächlich dauern die Verhandlungen seit 2008 an. Im dunklen Kämmerchen treffen sich - still und heimlich - Lobbyisten und Vertreter der Politik, um den Plan zu schmieden, der uns alle einschränkt.

Jetzt - drei Jahre später - sind erstmals Details zu ACTA bekannt geworden. Doch es scheint fast zu spät: Die Regierungen sind kurz vor der Unterzeichnung. Doch die Gemeinschaft der Internet-Nutzer konnte sich auch schon erfolgreich gegen SOPA wehren. Warum also nicht auch gegen ACTA?

Doch was war SOPA?

Der Stop Online Piracy Act - oder kurz SOPA - war ein Gesetzesentwurf, der am 26. Oktober 2011 vom Republikaner Lamar S. Smith im US-Kongress eingebracht wurde. SOPA sollte das Verfahren bei Copyright-Verstößen regeln. Das ist soweit auch schön und gut, aber die Herangehensweise war mehr als fragwürdig.

So wurde zum Beispiel der Gründer und Betreiber von Megaupload.com erst kürzlich im Rahmen von SOPA für 50 Jahre inhaftiert. 50 Jahre, weil er eine Homepage geschaffen hat, die es ermöglicht Daten hochzuladen, zu speichern und mit anderen zu teilen. Es war an keiner Stelle der Geschäftsbedingungen gesagt, dass die hochgeladenen Daten illegal kopiert sein müssen. Was kann also der Betreiber dafür, was die Nutzer aus seinem Dienst machen? Genau: Nichts!

Und um dem Ganzen auch noch die Krone aufzusetzen: Ein Vergewaltiger und Mörder bekommt im selben Bundesstaat 20 Jahre Haft. Wo ist da die Relation? Wollt ihr wirklich in einer Welt leben, in der ein Mensch weniger wert ist als ein Film? SOPA scheint immer mehr eine geschaffene Möglichkeit zur Verfolgung unliebsamer Menschen zu sein.

Im Laufe diesen Monats kam es vermehrt zu Protesten seitens der Betreiber großer Internetseiten, wie zum Beispiel Wikipedia, Twitter, Google und ähnliche. Zusätzlich dazu wurden die offiziellen Petitionen millionenfach unterschrieben. Der US-Regierung blieb nichts anderes übrig, als das Gesetz zu kippen.

Gut, SOPA wäre überstanden. Doch was ist nun mit ACTA?

Kurz nachdem SOPA gekippt wurde (und die Gefahr gebannt schien) tauchten erste Informationen zum Anti-Counterfeiting Trade Agreement - oder kurz ACTA - auf. Tatsache ist, dass die Pläne für ACTA erstmals 2008 - auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm - zur Sprache kamen und bis heute geheim gehalten wurden.

Nachdem die Pläne Mitte Januar durchsickerten, betrieb das Netzwerk Anonymous vermehrt Aufklärungsarbeit, da die Systemmedien nach wie vor über ACTA schweigen.

ACTA soll genauso wie SOPA die Urheberrechte schützen. Das ist genauso schön und gut, aber der Plan sieht vor den Internet-Nutzer unter vollständige überwachung zu setzen. Jedes Wort oder jede Datei, die der Nutzer versendet oder empfängt wird erst einmal überprüft. Ist die Datei zum Beispiel ein Urlaubsfoto, und ist auf diesem Foto zum Beispiel ein McDonald's-Restaurant oder eine Coca-Cola-Werbung zu sehen, stellt dies - laut ACTA - einen Urheberrechts-Verstoß dar und wird dementsprechend bestraft. Doch es geht noch absurder: Versendet man in einer E-Mail Teile eines Songtextes, so stellt dies genauso ein Urheberrechts-Verstoß dar. Ein Fortbestehen von Youtube oder Twitter scheint unmöglich.

Jetzt denkt man sicher, dass so mehr bei den Musikern und Künstlern ankommt, doch das Geld kommt wieder einmal nur bei den Managern an. Tatsächlich werden den Musikern die Möglichkeiten begrenzt, denn in der heutigen Zeit bauen bekannte Lieder immer auf noch Bekannteren auf. Elemente wie Rhythmus oder Melodie werden teilweise übernommen. Dies bedeutet, dass in Zukunft weniger Musik publiziert wird. Ja selbst geschützte Zeitungsartikel dürften dann bald nicht nicht mehr zitiert werden. Dies stellt nicht nur einen Schutz von Urheberrechten, sondern auch eine aktive Zensur dar.

Die Internet-Anbieter werden in Zukunft gezwungen die Aktivitäten jedes Nutzers zu überwachen und zu speichern, sowie den Behörden jederzeit Einsicht in die "Akte" jedes einzelnen Nutzers - auch ohne Verdachtsfall - zu gewähren. Werden Verstöße gegen das Urheberrecht (Wir erinnern uns: Urlaubsfotos, Textzeilen aus Liedtexten.) registriert, wird dem Nutzer das Internet gesperrt und die Medienkonzerne informiert. Diese können den Nutzer dann in Millionenhöhe verklagen.

Nun, wie kann ich aktiv werden?

Es gibt derzeit mehrere Petitionen, die man unterzeichnen kann. So empfehlen wir eure Stimme gegen ACTA auf Accessnow.org , Avaaz.org oder der offiziellen Petition an das Weiße Haus zu geben. (Unterzeichnet diese Petitionen auch wenn ihr keine US-Bürger seid.)

Desweiteren müssen Informationen zu ACTA mit der Welt geteilt werden. Verbreitet dieses Wissen (Wir bitten um eine Quellenangabe), gestaltet Flyer, Aufkleber oder Internet-Banner. Macht den Menschen die Augen auf.

Die Obrigkeit muss sehen, dass wir uns nicht überwachen lassen. Wir wollen keine Zensur! Wir wollen keine Welt, wie sie George Orwell in 1984 beschreibt!


Wehrt euch!


Petitionen:

Accessnow.org
Avaaz.org
Whitehouse.gov


Weiterführende Informationen:

Wikipedia



Quelle: www.freikorps-sued.de

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