|
zurück
14. Mai 2007
Offener Brief an die Lokalredaktion des Südkurier Friedrichshafen
Sehr geehrte Damen und Herren der Häfler Lokalredaktion des Südkurier,
mit Interesse und bisweilen belustigt ob der zahlreichen Falschinformationen haben wir in den letzten Wochen die „Berichterstattung” über die so genannten „Neonazi-Umtriebe” in der Region verfolgt. Mit Interesse schon allein deswegen, da uns als JN-Stützpunkt Bodensee diese Berichte meist selbst betreffen.
Belustigt waren wir zum Einen darüber, dass das Bildarchiv des Südkurier offenbar sehr dünn bestückt sein muss - oder warum zeigen Sie sonst fast täglich das gleiche Bild mit den drei von hinten aufgenommenen Glatzköpfen? Zum Anderen ist es schon amüsant zu sehen, welch geringes Wissen offenbar in Ihren Redaktionsstuben über die NPD im Allgemeinen und die Jugendorganisation JN im Speziellen grassiert. Das beginnt schon beim Namen. So bedeutet das Kürzel „JN” weder „Junge Nationalsozialisten”, wie dies von Zeit zu Zeit von Ihnen behauptet wird, noch „Junge Nationale”. Ein kleiner Blick ins Internet hätte genügt, um zu erfahren, dass der korrekte Name „Junge Nationaldemokraten” lautet. Sicher, Kleinigkeiten, aber gerade an solchen Kleinigkeiten kann man erkennen, wie sauber ein Redakteur arbeitet und recherchiert.
Sie, werte Damen und Herren Redakteure, scheinen bisher keine persönlichen Erfahrungen mit den so genannten „Neonazis” in der Bodenseeregion gemacht zu haben. Dann würden Sie nämlich nicht derart vorurteilsbehaftete und voreingenommene Artikel über uns schreiben, sondern wären in Ihren Aussagen womöglich ein wenig differenzierter. Stattdessen jedoch bemühen Sie sich, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet, uns als regelrechte Monster hinzustellen, die außer Gewalt und Verherrlichung des 3. Reiches nichts anderes im Sinne hätten. Dies mutet natürlich paradox an, da ja gerade Sie als Journalisten uns jungen national denkenden Menschen immer wieder vorwerfen, wir wären voller Hass und Vorurteile gegen alles Fremde und Andersartige. Nun denn, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen
Ihre Defizite in Sachen Kenntnisse über die nationale Jugend vor Ort möchten wir aber gerne hiermit ein wenig verringern. Dabei wollen wir an dieser Stelle erst einmal festhalten: Wir sind im Grunde ganz normale Jugendliche mit ganz normalen Problemen und Interessen. Jugendliche, die jedoch politisch interessiert sind, und die zu zahlreichen Dingen eine andere Meinung haben, als die, die uns tagtäglich in Presse, Funk und Fernsehen vorgekaut wird. Und Jugendliche, für die andere Werte mehr zählen, als Konsumwahn und Materialismus.
Wir sind frei denkende junge Menschen mit Idealen, Wünschen und auch Sorgen. Wir fühlen uns unserer Heimat und unserer Zukunft verpflichtet und möchten selbst dafür sorgen, dass auch unsere Nachfahren in diesem Land noch eine Zukunft haben, denn wir sehen, dass uns diese Zukunft Stück für Stück geraubt wird.
Wir kommen nicht aus zerrütteten Familien, wurden als Kinder nicht misshandelt und entstammen auch nicht sozialen Brennpunkten. Wir sind keine Kriminellen, keine alkoholabhängigen Schläger und keine Terroristen und schon gar keine Monster - wir sind Menschen. Junge Menschen, die eine eigene starke Meinung haben. Menschen, mit denen man über diese Meinung reden und diskutieren kann, ohne dass man Angst haben muss, sofort mit dem Baseballschläger verhauen zu werden wenn man widerspricht.
Woher kommen all diese realitätsfernen Vorurteile? Sie kommen daher, weil Sie nicht einmal den Versuch unternehmen, uns und unsere Ansichten zu verstehen und zu hinterfragen. Und genau das ist es, was uns stinkt. Wir haben es satt, dass man ständig nur über uns redet, aber nie mit uns. Warum werden wir nie gefragt, wenn es um Berichte über uns geht? Wo ist da die ausgewogene Berichterstattung, wenn nicht alle beteiligten Parteien zu Wort kommen können? Natürlich ist es leichter, übereinander zu sprechen, als miteinander. Doch ist das wünschenswert? Wäre es nicht viel besser, man würde unsere tatsächlichen Beweggründe aus erster Hand erfahren?
Wäre es für Sie nicht auch interessant zu wissen, wer wir wirklich sind und was wir tatsächlich wollen? Wir als politisch aktive, junge nationale Deutsche sind ebenso ein Teil dieser Stadt und der Region, wie es andere auch sind. Niemand kann dies verhindern. Wir sind da, ob es Ihnen passt oder nicht. Aus diesem Grund laden wir Sie ein, mit uns zu diskutieren. Kontakt mit uns können Sie über die Adressen fn@jn-bw.de, oder npd-bodensee-konstanz@web.de aufnehmen.
Ob Sie das Ganze dann in einem Artikel verwerten, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Mit Sicherheit haben Sie in diesem „freien” Staat auch Ihre Direktiven von oben und können nicht alles schreiben was Ihnen beliebt. Wir erwarten auch gar nicht, dass Sie uns in Zukunft loben oder mit Samthandschuhen anfassen. Dies liegt uns völlig fern. Was wir aber erwarten ist Respekt und Akzeptanz. Und wir denken, dass dies nicht zu viel verlangt sein kann!
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr JN-Stützpunkt Bodensee
|
|
|
|
|