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22. April 2008 - Pressemitteilung
NPD hat mehrere Immobilien am Bodensee im Fokus
Hotel auf der Reichenau ist nicht das einzige Objekt von Interesse
Der Südkurier berichtete am vergangenen Samstag über ein angeblich bestehendes Interesse der NPD, ein Hotel auf der Insel Reichenau zu kaufen.
Hierzu erklärt der NPD-Kreisverband Bodensee-Konstanz:
Seit Jahren bereits führt der NPD-Kreisverband regelmäßig Vortragsveranstaltungen, Schulungen und Stammtische in wechselnden Lokalitäten im gesamten Bodenseeraum durch.
Die konstant hohen Teilnehmerzahlen bei diesen Veranstaltungen beweisen, dass es auch im Bodenseeraum ein wachsendes Potential für nationale Politikansätze gibt. Insbesondere die Jugendarbeit, namentlich die Etablierung der beiden JN-Stützpunkte Bodensee und Konstanz, trägt vermehrt gute Früchte und verläuft sehr erfolgreich. Beide Stützpunkte sind durch regelmäßige Aktivitäten und kontinuierliche Arbeit zu einem weithin wahrnehmbaren politischen Faktor in der Region geworden.
Um die bereits vorhandenen Strukturen weiter auszubauen und darüber hinaus national denkenden Menschen aus der Region eine zentrale Anlaufstelle bieten zu können, waren deshalb Aktivisten der Partei in den letzten Wochen verstärkt im Bodenseeraum unterwegs und hielten nach geeigneten Objekten Ausschau, die sich eventuell als regionale Parteizentrale für Tagungen, Schulungen, Liederabende und Vorträge nutzen ließen.
Eines dieser Objekte war das im Zeitungsartikel angesprochene Hotel auf der Insel Reichenau. Der Plan war allerdings gewesen, sich nach außen hin ruhig zu verhalten, zumindest so lange, bis mit dem Besitzer eines Objekts ernsthafte Vertragsverhandlungen aufgenommen wurden. Das nun an die Öffentlichkeit geratene Kaufinteresse der NPD an dem Objekt auf der Reichenau war nicht geplant.
Der Ärger über diese vorzeitige Aufdeckung der Kaufabsichten seitens der NPD hält sich bei den zuständigen Aktivisten jedoch in Grenzen. Denn neben dem angesprochenen Hotel auf der Reichenau befinden sich derzeit noch eine ganze Reihe weiterer zum Verkauf stehender Hotel- und Gaststättenobjekte im gesamten Bodenseeraum im Fokus der NPD-Verantwortlichen vor Ort. „Wegen seiner dezentralen Lage wäre das Hotel auf der Insel ohnehin für eine Nutzung als Parteizentrale und Anlaufstelle eher unattraktiv gewesen”, erklärt Marc Freitag, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes. Einige andere beobachtete Objekte seien da viel attraktiver. Die Chancen stünden darüber hinaus nicht schlecht, dass man in einem Fall tatsächlich schon bald erste Verhandlungen aufnehmen könne.
Langfristig werden sich also auch die politischen Vertreter der Bodenseeregion damit abfinden müssen, dass die NPD vor Ort eigene Immobilien besitzt. Immerhin haben die beiden Bundestagsabgeordneten des Kreises Konstanz ja bereits sehr richtig erkannt: „Was die Immobiliengeschäfte der NPD anbelangt, könne man jedoch rechtlich und politisch wenig tun.”
Bericht Südkurier
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